Mit welcher Baukultur wird die Stadt weitergebaut?

Stadtentwicklungsprogramm Osnabrück

Die Stadt Osnabrück möchte sich für die Zukunft nachhaltig, lebenswert und vielfältig aufstellen. Als drittgrößtes Oberzentrum Niedersachsens hat die Stadt einen erheblichen Bedarf an neuem Wohnraum, insbesondere für Bevölkerungsgruppen mit geringem Einkommen. Aber auch für Gewerbeansiedlungen werden die Flächenreserven sowohl für Bestandsbetriebe als auch für anzusidelnde Unternehmen knapp. Gleichzeitig steigen die Schutzansprüche für Freiräume durch Vorgaben zur Reduktion des Flächenverbrauchs, Klima- und Naturschutzanforderungen, Naherholungsbedarfe sowie eine kritische Öffentlichkeit. Der dadurch entstehende Nutzungsdruck auf die Potenzialflächen der Innenentwicklung wird durch Suchräume für Einzelhandelsstandorte und soziale Infrastruktur noch erhöht.

In der letzten Dekade hat die Konversion aufgegebener Kasernengrundstücke die Stadtentwicklung Osnabrücks maßgeblich geprägt. Die zukünftige Entwicklung soll nicht nur an Einzelvorhaben diskutiert werden, sondern durch eine integrierte Siedlungsentwicklungsstrategie erfolgen.

BPW Stadtplanung begleitet in Kooperation mit der Gruppe für Gestaltung (GfG) in den kommenden zwei Jahren die Stadt Osnabrück bei der Erarbeitung des Stadtentwicklungsprogrammes. Neben der Auswertung der vorliegenden Fachgutachten spielt die Beteiligung der verschiedenen Fachbereiche, Politik, Schlüsselakteure und der Öffetnlichkeit eine wichtie Rolle. Die GfG erarbeitet dafür eine Wort-Bild-Marke und Anfang 2022 soll es eine breitaufgestellte Online-Beteiligung geben.

Schwarzplan der Stadt Osnabrück mit ihren den Stadtraum gliedernden "Grünen Fingern", die Bahngleise formen starke Zäsuren im Stadtraum aus
Wie können die urbanen Freiräume qualifiziert werden?
Wo hört die Stadt auf und wo kann noch weitergebaut werden?