Wettbewerbe Neu Stephani in der Überseestadt Bremen

Nordwestlich der Stephanibrücke setzte sich das gemischte innerstädtische Siedlungsgefüge Bremens bis zum 2. Weltkrieg entlang der Weser fort. Nach der fast vollständigen Zerstörung des Bremer Westens im Sommer 1944 erfolgte der Wiederaufbau der Flächen entlang des Weserufers durch rein industriell geprägte Nutzungen. Die Schließung des Kellogg Standortes eröffnet nun die historische Möglichkeit zur Wiedereingliederung dieses Stadtquartiers in den funktionalen und atmosphärischen Kontext der Innenstadt Bremens. Die Überseestadt –  Entwicklungshotspot Bremens in den letzten 20 Jahren -  rückt, über die nun mögliche Weiterführung der Weserpromenade von der Schlachte nach Nordwesten, auch für den Fuß- und Radverkehr ganz nah an die Innenstadt heran. Gleichzeitig öffnet die anstehende Konversion des Kellogg Standortes „das Tor zur Überseeinsel“, der ca. 30 ha großen Halbinsel zwischen Europahafen und Weser.

Im Auftrag der Überseeinsel GmbH betreut BPW Stadtplanung in diesem Jahr zwei Wettbewerbsverfahren, welche die planerische Weiterentwicklung des Rahmenplans aus dem Jahr 2019 für das Quartier „Neu Stephani“ zum Ziel haben. Zusammen mit dem Kellogg-Pier bildet es den Auftakt der städtebaulichen Neubesetzung und definiert damit die Standards für weiterfolgende Entwicklung in Richtung Westen.

In einem zweiphasigen Realisierungswettbewerb mit elf Büros/Arbeitsgemeinschaften wird die städtebauliche Grundstruktur und anschließend die hochbauliche und freiraumplanerische Durchkonzeptionierung für den Bereich von „Stephani-Bogen“ weiterentwickelt. Parallel widmet sich ein Hochbaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit einem anderen Teilnehmerfeld der Ausarbeitung der fünf weserseitigen Wohngebäude im Bereich „Stephani-Ost“. Beide Verfahren werden im Herbst dieses Jahres abgeschlossen.

Jörn Ackermann

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